"Herzlichen Glückwunsch, Frau Merkel!"
05.02.2009
Machen Sie weiter so ganz vorne auf dem Wege zu einer
weltweiten Öko Sozialen Marktwirtschaft.
Es ist der richtige Weg.
Danke, Frau Merkel.
Vertrauen durch „Nachhaltigkeit“ ist die Lösung!
Jetzt lautet die alles entscheidende Frage:
Wie kann das verloren gegangene Vertrauen der Verbraucher in die Zukunft und das Vertrauen der zutiefst verunsicherten Marktteilnehmer in die Marktwirtschaft zurückgewonnen werden?
Eine brandaktuelle Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney „... unterstreicht, dass die Aktienmärkte nachhaltigen Unternehmen eher zutrauen, die Krise zu bewältigen und vor allen Dingen auch langfristig – sprich nach der Krise – weiterhin sehr erfolgreich zu sein.“
Aus dem Dow Jones Substainability Index und der Goldmann Sachs Sustain Focus List wurden weltweit 99 Unternehmen mit einer überzeugenden „Nachhaltigkeitsverpflichtung“ ermittelt. Deren Aktienkurse haben sich in der aktuellen Krise in 16 von 18 Industriebranchen deutlich besser entwickelt als der Aktienmarkt insgesamt, durchschnittlich um 15 Prozent.
Nachhaltigkeit beinhaltete in der Studie
langfristig angelegte Unternehmensstrategien, die
Unternehmensführung, die
Schonung von Umwelt, Natur und Ressourcen und die
Respektierung von sozialen Mindeststandards unter
Rücksichtnahmen auf kommende Generationen.
Gerade er, seine Kinder und Kindeskinder sind es doch, die die sich auftürmende Zeche zu zahlen haben. Die am allermeisten zu leiden haben unter dem globalen Scheitern einer weltweiten rücksichtslosen Jagd nach dem schnellen Geld.
Da haben sich einige goldene Nasen geholt. Sollen die doch aufkommen für den angerichten Schaden und gefälligst Steuern zahlen, wie sich das gehört. Eigentlich.
Nachhaltiges Wirtschaften kostet leider, leider mehr Geld. Das mindert die Wettbewerbsfähigkeit. Obwohl mittel- und längerfristig gewaltige Kosten eingespart werden. Es sollte belohnt werden. Durch die Gewährung von Steuervorteilen.
Um Benachteiligungen bei der Wettbewerbsfähigkeit abzufedern. Damit nachhaltiges Wirtschaften eine Chance hat. Denn es schont die Natur und Ressourcen. Es achtet die Menschen und die soziale Umwelt. Es nutzt Potentiale und entwickelt sie. Es fördert den sozialen Frieden und den Weltfrieden.
Heute ist nachhaltiges Wachstum global möglich.
Niemals zuvor war der Zeitpunkt so günstig, die Bereitschaft weltweit so groß.
Heute ist es Konsenz aller Völker der Welt, die Krise gemeinsam und partnerschaftlich zu bekämpfen, zu überwinden und zu verhindern, dass jemals wieder eine Katastophe diesen Ausmaßes über die Welt hereinbricht.
Auf allen Kontinenten haben sich die Völker der Welt auf den Weg gemacht. Sie trafen sich in Asien am 25.Oktober2008 beim „Asien-Europa-Gipfel „ (ASEM) in Peking. Die 20 wichtigsten Industrie-und Schwellenländer stimmten sich ab in Nordamerika am 15.November2008 in Washington beim „Weltfinanz-Gipfel“. Die Völker der Welt haben ihren gemeinsamen Willen zur Partnerschaft bei der Überwindung der Krise bekräftigt am 23.November2008 in Südamerika in einer "Erklärung von Lima" beim Gipfel der 21 Mitgliedsstaaten des „Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums“(Apec). Am 02. April 2009 werden sie sich im Rahmen der G-20 wieder treffen, dieses Mal beim „G-20-Gipfel“ in Europa , in London und Frau Merkel immer an vorderster Front mit den ausgereiftesten Ideen.
Es ist Ihre Chance.
Die Zeit drängt.
Der amerikanische Präsident ist zu hause schwer beschäftigt mit erstaunlicher Tatkraft und den allerbester Absichten. Die Hinterlassenschaften der Vorgänger sind katastrophal und von ihm alleine kaum zu bewältigen. Auch fehlen ihm die Erfahrung und enttäuschten Erwartungen eines Weltwirtschaftsgifels in Heiligendamm. Er wird aber sicher mitziehen, wenn Sie voranschreiten.
Hören Sie nicht auf die zaghaften Zauderer, Zweifler und Besserwisser, die immer nur auf Amerika warten.
Die immer noch noch nicht begriffen haben, was "change, yes we can" eigentlich hier und heute wirklich bedeutet. Die immer noch meinen, wir befinden uns in einer der vielen cyclischen Krisen, wie gehabt.
Die immer noch nicht realisiert haben, dass das Vertrauen in die "neoliberale" Art von Marktwirtschaft tief erschüttert und verloren gegangen ist, weil diese garantiert nicht nachhaltige Art des Wirtschaftens immer nur rücksichtslos, raffgierig, egomanisch, geblendet und schließlich erblindet hinter dem schnellen Geld hergerannt ist. Dabei hat sie sich ins gesellschaftliche Abseits manövriert und nutzlos und überflüssig gemacht. Vor aller Augen und garantiert nachhaltig. Zu allem Überfluß hat sie bei ihrem Abgang auch noch immensen weltweiten Schaden angerichtet. Und obendrein hat sie auch noch die Saat gesät für Konflikte zwischen den Menschen und Völkern der Erde.
Das alles haben die noch nicht begriffen, die es für realistischer halten, die ganze Welt von Atomwaffen zu befreien, ohne vorher oder zumindest gleichzeitig die Ursachen von Konflikten anzugehen.
Schreiten Sie weiter an der amtierenden tschechischen EU-Ratsmitgliedschaft vorbei auf dem Weg zu einer ÖkoSozialen Marktwirtschaft. Nehmen Sie Sarkosy und Braun an die Hand. Eine echte „New Economy“ ist im Entstehen, weltweit, keine Blase wie anno Ende der 90er die Internet- und Technologieblase in den USA eine war.
Warten sie nicht auf den chinesischen Ministerpräsidenten. Der wird sich nicht vordrängeln, eher abwarten. Auch China hat seit 2006 einen neuen Weg eingeschlagen, weg vom rücksichtslosen Wachstum auf Kosten von Mensch und Natur, hin zu einer nachhaltigen Entwicklung. Haben Sie Vertrauen.
Seien sie nicht zu streng mit China. Dort wurden in den vergangenen 25 Jahren über 300 000 000 Menschen aus bitterer Armut befreit und zuletzt jedes Jahr 10 Millionen Arbeitsplätze geschaffen. Nicht alles ist schlecht in dem Land. Auch Chinesen können nicht zaubern. Aber die Richtung stimmt in China, trotz Technologieklau, Internetzensur, Tibetund Dalai lama. Chinas Probleme sind gewaltig. Die Bevölkerung ist riesig. Das Potential ist vorhanden und der Wille ist da. China braucht Zeit, die wir jetzt nicht mehr haben.
Rußland ist in der Defensive und Japan sitzt zwischen den Stühlen. Großbritanien leidet an Vertrauensverlust und Schwindsucht. Kanada hängt am Tropf der USA.
Schreiten Sie weiter voran, ganz vorne. Seien Sie mutig, so wie bisher, und nehmen sie die Herausforderungen an, die Europa zugefallen sind. Deutschland spielt eine große Rolle in Europa und Europa in der Welt. Europa trägt Verantwortung und hat Reputation wegen der Erfolge bei der Einführung einer gemeinsamen Währung und bei der europäischen Integration, wegen der Rechtsstaatlichkeit, wegen der Erfahrungen mit der „sozialen Marktwirtschaft“. Europa ist global ein wirtschaftliches Schwergewicht und ebenbürtig. Die Vereinigten Staaten von Europa sind mit der Weltwirtschaft zutiefst verflochten und von ihr abhängig.
Ergreifen Sie weiter die Initiative auf dem Weg in eine friedliche Zukunft, auf dem Weg einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit zum Wohle einer nachhaltigen Entwicklung der Volkswirtschaften in der Welt, mit Respekt vor Mensch und Natur, im Kampf gegen die weltweite Armut und zum Wohle aller Menschen, besonders auch in den zu Kurz gekommenen Entwicklungsländern.
Es gibt keinen anderen Weg aus der Krise . Die Vision eines „Weltwirtschaftsrates“ und einer „Charta für nachhaltige Entwicklung“ kann Wirklichkeit werden. Sie ist zum Greifen nahe, trotz mutloser Skeptiker.
Am 02.04.2009 versammeln sich in London die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. Großbritanniens Schatzkanzler Alistair Darling hat klare Vorstellungen, wie die Finanzkrise zu meistern ist:
„Die einzelnen Länder haben eine Vielzahl von Maßnahmen zur Bekämpfung der Krise auf den Weg gebracht. Das ist auch gut so.
Aber jetzt müssen wir unsere Anstrengungen besser koordinieren, um zu verhindern, dass es zu Protektionismus – auch zu unbeabsichtigtem Protektionismus – kommt. Ansonsten drohen uns ähnlich katastrophale wirtschaftliche Konsequenzen wie in den 1930er-Jahren...
Die Amerikaner schützen ihren Bankensektor, die Deutschen helfen ihren Geldhäusern und wir unseren. Jedes Land trifft seine eigenen Maßnahmen, und das ist auch legitim.
Aber wenn wir unsere Aktionen besser koordinieren oder sogar gemeinsam angehen, dann sinkt das Risiko, dass einzelne Maßnahmen protektionistisch wirken...
Wir brauchen eine neue Finanzarchitektur. Die internationalen Institutionen wurden vor 60 Jahren geschaffen und reichen nicht mehr aus, um mit den heutigen Problemen fertigzuwerden...
Der Internationale Währungsfonds könnte deutlich mehr tun als bisher und sollte zu einem Frühwarnsystem für Finanzkrisen ausgebaut werden...
Große Schwellenländer wie China, Indien und Brasilien sollten so schnell wie möglich Mitglied werden. Gerade China – ein Land, das irgendwann die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt sein wird – muss seine Verantwortung bei der Überwindung der Krise wahrnehmen...
Klar ist, dass die alte Regulierung versagt hat, sonst hätte sich keine Kreditblase aufblähen können. Klar ist auch, dass wir mehr internationale Zusammenarbeit bei der Kontrolle großer, weltweit tätiger Banken brauchen.“
http://www.handelsblatt.com/politik/international/darling-protektionismus-waere-fatal;2149724