The Hubble Ultra Deep Field in 3D
Kein Sternenhimmel in einer sternenklaren Nacht....
Das ist ein Galaxien-Haufen. Es ist ein Blick zurück in die unendliche Tiefe des Universums vor Milliarden Jahren. Wir sehen das Licht von hunderten von Galaxien im Hubbels „deep field“, deren Licht seit mehreren Milliarden Jahren im Kosmos unterwegs war und heute bei uns angekommen ist mit einer Geschwindigkeit von etwa 300 000 km pro Sekunde x 60Min. x 24Std. x 365Tage x mindestens einer Milliarde Jahre aus einer Entfernung von mdst. 157 680 000 000 000 000 000 km.
Seltsam...
... an einem warmen Sommertag machen wir es uns auf einer wunderschönen Blumenwiese gemütlich und lehnen uns mit hinter dem Kopf verschränkten Armen zurück…
Wir betten uns auf einem Graskissen und genießen die Stille der Natur…
Mit großen Augen schauen wir tief in das Weltall hinaus und träumen mit offenen Augen…
Genüsslich schließen wir die Augen…
Wir stellen uns vor, wir wären winzig,
wir wären so groß wie ein Atom.
Wir wären dann mindestens 7 x 10 hoch 27 Mal kleiner als normal.
Wir bestehen bei einem Normalgewicht von 70 kg tatsächlich aus ungefähr 7000000000000000000000000000 (7x10hoch27) Atomen, wenn jedes Atom etwa einen Durchmesser von 0, 0000000001 m besitzt.
Wir reihen in Gedanken die einzelnen 10 hoch minus10 m dünnen Atome eines normalen Menschen wie wir eng aneinander.
Wir schaffen die Kette Mensch 7 x 10 hoch17 m lang.
Wir stellen uns vor, das sind fünf millionen Mal hin und zurück zur Sonne, wenn die Sonne geschätzte 1,5 x 10 hoch 11 m weit weg von uns ist.
Wir sind sehr lebendig und superschnell unterwegs.
Wir sind Elektronen, Neutronen, Photonen und mehr.
Wir senden Photonen aus, masselose Lichtteilchen mit Wellencharakter und Lichtgeschwindigkeit unterwegs.
Also stelle ich mir vor, nur der Anschaulichkeit wegen, ich bin ein 10 hoch minus 10 m großes Atom und sehe aus wie ein Mensch, liege entspannt in der Sonne und träume auf der Wiese mit offenen Augen…
Mutter Erde wäre dann mit 1,30 cm so groß wie eine reife Kirsche und würde unsere1,50 m große Sonne jedes Jahr in einer Entfernung von 150 m auf einer eliptischen Bahn umkreisen. Uns begleitet der Mond und zieht in unserer Vorstellung in 35 cm Entfernung seine Kreise einmal im Monat um die Erde, immer uns zugewandt. 750 m entfernt umrundet Saturn in Grapefruitgröße die Sonne. 1500 m weit weg zieht der Jupiter, so groß wie ein Apfel, eine eliptischen Bahn um seinen Stern, die Sonne. 3000 m Abstand hält der Uranus von der Sonne.4500 m weit entfernt von der Sonne ist Neptun gerade mal so groß wie eine Zitrone. Ich verlasse das Sonnensystem. Jetzt kommt ein Erdumfang lang gar nichts, nur interstellares Vakuum. Erst 40 000 km weiter der nächste Stern, das der Erde nächstgelegene Sternensystem aus dem helleren gelben Stern Alpha Centauri A und dem orangefarbenen Alpha Centauri B. Soweit sehen wir nicht. Ich sende, ein bißchen in Gedanken, ein bißchen real, ein Photon aus und sehe mit Lichtgeschwindigkeit hinaus ins Weltall. Schneller geht nicht.
Ich habe es eilig.
Jetzt bin ich ein Photon und mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs mit 299 792 458 m pro Sekunde. In etwa
>1 Sekunde lang umrunde ich acht Mal die Erde, um Schwung zu nehmen.
>1,3 Sek. später passiere ich blitzschnell den Mond und und erreiche nach
>3,7 Minuten den Mars, unseren nächsten Nachbarplaneten. Mit einer konstanten Reisegeschwindigkeit von höchstens 299 000 km pro Sekunde erreiche ich nach
>8,3 Minuten die Sonne, ungemütliche 5778 K heiß in 149.597.870 km mittlerer Entfernung von der Erde. Den Asteroidengürtel durchreise ich ungefähr
>10 Minuten lang, erreiche nach
>35 Min. Jupiter und Saturn nach
>80 Minuten.
>4 Stunden benötigte ich, das Photon, um mit Lichtgeschwindigkeit von der Erde ausNeptun zu erreichen und jenseits seiner Umlaufbahn den Kuipergürtel, eine scheibenförmige Region. Mehr als 70.000 Objekte umkreisen die Sonne, eine Unzahl von vereisten Felsbrocken zum Teil 100 km dick. Kommen sie aus der Bahn, nehmen sie Kurs auf das Zentrum und kommen als Kometen in die Nähe der Sonne und der Erde.
>40 Stunden lang ist das Licht unterwegs bis zur Oortschen Wolke, die sich
>1,5 Lichtjahre weit bis zum äußersten Rande unseres Sonnensystems erstreckt bis zum interstellaren Raum mit unendlich weitem Blick in das Weltall hinaus. Die Oortsche „Wolke“ umschliesst das Sonnensystem schalenförmig und enthält Gesteins-, Staub- und Eiskörper, die bei der Entstehung des Sonnensystems übrig geblieben waren. Sie haben sich nicht zu Planeten geformt und sind trotz ihres großen Abstands zur Sonne gravitativ als feste Bestandteile des Sonnensystems an diese gebunden. Unterwegs nichts als Leere auf unserer lichtschellen Reise durch den 3.7 kelvin kalten interstellaren Raum unserer Milchstraße auf der Suche nach dem nächsten Stern in unserer unmittelbaren Nachbarschaft im Orion-Arm. Es geht durch ein Vakuum mit 3 Wasserstoffatomen pro Kubikzentimeter, während auf der Erde jeder Kubikzentimeter Luft 30.000.000.000.000.000.000 Teilchen enthält.
>4,4 Lichtjahren sind es über den Rand des Sonnensystems hinaus bis zu dem nächsten Stern in unserer unmittelbaren Nachbarschaft im Orion-Arm. Das der Erde nächstgelegenen Sternensystem ist ein Doppelsternsystem, das aus dem helleren gelben Stern Alpha Centauri A und dem orangefarbenen Alpha Centauri B besteht. Als Doppelstern wird Alpha Centauri als dritthellster Stern am Nachthimmel wahrgenommen. Alpha Centauri A und B sind als gemeinsam entstandenes Sternenpaar etwa 6,5 Milliarden Jahre alt. Beide sind ganz gewöhnliche Hauptreihensterne, nichts besonderes, so wie die Sonne. Sie fusionieren Wasserstoff zu Helium, bevor sie sich zu roten Riesen entwickeln. Das Alpha Centauri System bewegt sich schräg auf unser Sonnensystem zu und verringert die Distanz mit einer Radialgeschwindigkeit von rund 22 km/s. In etwa 28.000 Jahren wird sich das Alpha Centauri System dem Sonnensystem bis auf 3 Lj. angenähert haben haben und nach weiteren 1.000 Jahren wieder den Abstand vergrößern. Dabei wird das Sternsystem sehr hell werden. Nur Sirius wird noch etwas heller am Himmel zu sehen sein…