Warum China gewinnt und Amerika verliert
von Freeman
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Während China seine Wirtschaft ausbaut und die Infrastruktur verbessert, gute Beziehungen weltweit mit Ländern durch Investitionen sucht, ist Amerika damit beschäftigt nur durch militärische Macht… das Imperium aufrecht zu erhalten.
- China verkündet die Eröffnung der Bahnstrecke mit dem schnellsten Zug der Welt und zeigt mit dem Wuhan-Guangzhou Hochgeschwindigkeits zug, dass es in Sachen Hochleistungsbahnen die Nase vorne hat…
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Obama verkündet, der Krieg gegen den Terror muss auf Jemen ausgeweitet werden, nach Irak, Afghanistan und Pakistan.. Es wird noch mehr Geld für Krieg und Sicherheit ausgegeben (das man nicht hat) und die Infrastruktur in den USA lässt man verlottern… - China baut ein öffentliches hochmodernes Transportsystem, welches das ganze Land verbindet, die Häfen mit den Produktionsstandorten, die arbeitende Bevölkerung mit ihren Arbeitsplätzen.
- Washington ist nur mit der „islamischen Bedrohung“ und dem „Krieg gegen den Terror“ beschäftigt, der schon seit fast 10 Jahren andauert und Unsummen kostet. Mit der Invasion und Besetzung islamischer Länder sind fast 1 Billion Dollar ausgegeben worden, die der amerikanischen Bevölkerung überhaupt nichts bringt, während
- China sein ganzes Land modernisiert und die Bevölkerung sehr davon profitiert.
- Während das Weisse Haus und der Kongress… sich überall Feinde schafft, die Kriegskosten eine astronomische Verschuldung verursachen und die eigene Wirtschaft zerstören, ist
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das BIP von China ums Zehnfache in den letzten 26 Jahren gestiegen. - Während die USA 1,4 Billionen Dollar den Wall Street Bankern und dem Militärindustrie geschenkt hat, die Staatsverschuldung und das Aussenhandelsdefizit sich ständig erhöht, die Arbeitslosigkeit bei tatsächlichen 20 Prozent liegt und die Bevölkerung unter einer Dauerrezession leidet, haben die
- Chinesen ein Konjunkturprogramm lanciert, welches den Produktions- und Bausektor ankurbelt, was zu einem Wachstum von 8 Prozent führte und die Beschäftigung erhöht.
- Während die USA seine Zeit, Ressourcen und Personal für die Kriegsführung einsetzt… baut
- China seine Wirtschaftsbeziehungen zu den anderen asiatischen Ländern, aber auch nach Südamerika und Afrika aus und verbessert diese…
- China hat Deutschland im Jahre 2009 als "Exportweltmeister" überholt…
- Während die USA über 60 Milliarden Dollar für interne Sicherheit ausgebeen und die Grösse ihrer “Heimatschutzbehörden” ständig aufbläht… hat
- China 25 Milliarden Dollar in den Ausbau der Energieversorgung mit Russland investiert und gerade die 1'833 Kilometer lange Turkmenistan-China Gaspipeline eröffnet.
Wir sehen wie unterschiedlich die beiden Länder vorgehen.
- Die asiatischen Staaten, angeführt durch China, werden immer schneller zu bedeutenden Weltmächte, auf Grund ihrer massiven inländischen und ausländischen Investitionen in die Produktion, Transport, Technologie und Bodenschätze.
- Im Gegensatz dazu ist die USA eine Weltmacht auf dem absteigenden Ast, mit einer… zerstörten Industriebasis, die… nur auf eine Wirtschaft aufgebaut ist, welche sich auf die Waffenindustrie und den Finanzspekulationen der Wall Street konzentriert… Statt in zivile Technologien zu investieren, welche der eigenen Bevölkerung etwas bringen und an die Welt verkauft werden können, werden Unsummen in militärisches High-Tech reingebuttert…
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Während China seine Wirtschaftsstruktur ausbaut, das Inland entwickelt und die Ungleichheit im sozialen Bereich behebt, werden
- in den USA die Sozialprogramme aus Geldmangel zurückgefahren, der Unterschied zwischen Arm und Reich immer grösser und ausgerechnet der parasitäre Finanzsektor am Leben erhalten, der die Industrieland schaft mit Gewinnmaximierung ausgeschlachtet, zerstückelt und ins Ausland verscherbelt hat…
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Während die USA in über 130 Ländern Truppen stationiert, die Militärbasen im Nahen Osten, Zentralasien, am Horn von Afrika und Südamerika weiter ausbaut, stellt
- China den afrikanischen Ländern Kredite in Höhe von 25 Milliarden Dollar zur Verfügung, damit diese ihre Infrastruktur, Energie produktion, Abbau von Bodenschätzen und Produktionsstätten verbessern können…
- China hat seine Beziehungen mit den dynamisch wachsenden lateinamerikanischen Ländern gefestigt, welche 80 Prozent der Bevölkerung des Kontinents ausmachen…
- Ja sicher ist China kein Musterknabe was die Menschenrechte angeht, aber Amerika sicher auch nicht… Ja China ist eine kommunistische Parteidiktatur, aber die
- USA eine Demokratie noch zu nennen ist ein Hohn. Die US-Verfassung hat doch keine Gültigkeit mehr. Dort diktieren die Finanzoligarchie, die Konzerne und Wall Street was passiert…
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- Jedenfalls bombardiert China nicht andere Länder und fällt über sie her, im Gegensatz zum amerikanischen Kapitalismus, der eine monströse Militärmaschinerie unterhält, welche das Land aussaugt, um ihre nie endenden Kriege durchführen zu können.
- China investiert in Länder die Ölvorkommen haben, die USA greift sie an. China hilft Infrastrukturen in den armen Ländern aufzubauen, die USA zerstört sie… China übt seine Macht durch Handel aus, die USA durch Drohungen und Kriege. China ist mit dynamisch wachsenden Ländern verbunden…
- China produziert die Konsumgüter der Welt, welche allen zu Gute kommen…
- Amerika steht vor einer internen Krise… ohne einen Lösungsansatz zu haben. Es hat keine Beschäftigungsmöglichkeit, weil alle Produktions stätten ins Ausland exportiert wurden. Nur sich gegenseitig Dienst leistungen mit McJobs anzubieten bringt nichts. Übrig geblieben ist ein gigantischer Schuldenberg und Verpflichtungen, die nicht zurück zahlbar sind…
- Damit Amerika wieder ein normaler Staat für seine Bürger wird, muss es eine radikale Umkehr vollziehen.
- Die Kriege müssen sofort beendet und alle Militärbasen aufgegeben werden.
- Die Träume eines weltweiten Imperiums sind vorbei, weil nicht bezahlbar und von der Welt nicht mehr akzeptiert.
- Die Industrie muss von Grund auf neu aufgebaut werden, welche die eigenen Bevölkerung versorgen kann. Es müssen öffentliche Infrastrukturen geschaffen werden, welche das Land in die Zukunft bringen. Dieses Leben über seine Verhältnisse, nur von der Substanz, nur durch Schuldenmachen auf Kosten des Restes der Welt, muss beendet werden…
Nur, wer soll die Notwendigkeit einer Wende einsehen, auslösen und umsetzen? -
- China hat jetzt schon gewonnen und Amerika verloren, denn sie müssten nur aufhören, die Schuldscheine der Amerikaner zu akzeptieren… Die USA schulden den Chinesen 1 Billion Dollar, welche sie niemals zurückzahlen können… Die Chinesen haben Zeit, sie denken in anderen Dimensionen, hatten schon eine Hochkultur, da sind wir in Europa noch in Fellen rumgelaufen. Und denkt dran, jeder fünfte Mensch auf diesem Planeten ist ein Chinese…
Was auch noch passieren kann, ist was ich schon mal geschrieben habe:
- Wir könnten einen richtig grossen Krieg wieder haben, wenn die USA verrückt spielt, wie ein Ertrinkender wild um sich schlägt…“
„Good-Bye“
Paul Craig Roberts sagt Good-Bye!
26. März 2010
von Freeman
Einer der besten Journalisten der Vereinigten Staaten hört auf, weil niemand die Wahrheit hören will und die Lüge gewonnen hat. Er sagt: „Die Wahrheit ist gefallen und hat die Freiheit mit sich genommen!“
„Ich war angeschlossener Redakteur und Leitartikelschreiber für das Wall Street Journal. Ich war der erste aussenstehende Kolumnist für Business Week und hielt diese Position für 15 Jahre. Ich war Kolumnist für ein Jahrzehnt für Scripps Howard News Service, welche in 300 Zeitungen erschien. Ich war Kolumnist für die Washington Times und für Zeitungen in Frankreich und Italien und für ein Magazin in Deutschland. Ich war Beitragender zur New York Times und ein regelmässiger Bestandteil der Los Angeles Times. Heute kann ich nichts in den amerikanischen „Mainstreammedien“ veröffentlichen oder darin erscheinen. In den letzten sechs Jahren wurde ich von den „Mainstreammedien“ verb annt… Über Jahre war ich die Hauptstütze bei der Washington Times, verschaffte der Moony Zeitung Glaubwürdigkeit als Business Week Kolumnist, ehemaliger Wall Street Journal Redakteur und ehemaliger Vizefinanz-minister. Aber als ich anfing die Angriffskriege von Bush zu kritisieren, kam der Befehl von oben auf Mary Lou Forbes, meine Kolumne zu kündigen.“ (Dr.Paul Craig Roberts)
In seinem neuesten Artikel, der möglicherweise sein letzter ist, hat er folgenden Text geschrieben, den ich übersetzt habe:
„Es gab mal eine Zeit, da war die Feder mächtiger als das Schwert. Es war die Zeit, wo die Menschen an die Wahrheit glaubten und die Wahrheit für eine unabhängige Macht hielten und nicht als ein Hilfsmittel für Regierungen, Klassen, Rassen, Ideologien, persönlichen oder finanziellen Interessen. Heute werden die Amerikaner durch Propaganda regiert. Die Amerikaner schätzen die Wahrheit nicht, haben wenig Zugang dazu und sind nicht in der Lage sie zu erkennen.
- Die Wahrheit ist eine unwillkommene Sache. Sie ist beunruhigend.
Die welche die Wahrheit verkünden, laufen Gefahr als „Antiamerikaner“, „Antisemiten“ oder „Verschwörungstheoretiker“ gebrandmarkt zu werden. Die Wahrheit ist eine Unannehmlichkeit für die Regierung und für die Interessengruppen, dessen Wahlspenden die Regierung kontrollieren…
- Wo immer man hinschaut, die Wahrheit ist dem Geld verfallen.
Dort wo Geld nicht ausreicht, um die Wahrheit zu beerdigen, erledigt Ignoranz, Propaganda und ein kurzes Gedächtnis die Arbeit…
- Als Ökonom bin ich überrascht, dass der Berufsstand der amerik. Ökonomen keinerlei Wahrnehmung darüber hat, daß die US-Wirtschaft durch die Auslagerung des BIP ins Ausland zerstört worden ist. In ihrer Jagt nach dem absoluten Vorteil, niedrigsten Löhnen und einem Maximum an „Leistungsboni“ für die Chefetage, haben sie die Produktion von Waren und Dienstleistungen für den amerikanischen Markt nach China ausgelagert…
- Während Washington sich über die „muslimische Gefahr“ Sorgen macht, zerstören Wall Street, US-Konzerne und die Anpreiser der „freien Marktwirtschaft“ die US-Wirtschaft und die Zukunft für Abermillionen von Amerikanern…
- Die Amerikaner haben die Behauptung der Regierung abgekauft, dass die Sicherheit es notwendig macht, die Freiheitsrechte und eine rechenschaftspflichtige Regierung aufzugeben. Es ist erschreckend, die Amerikaner oder die meisten davon glauben, dass die Freiheitsrechte,wie Habeas Corpus und eine rechtsstaatliche Gerichtsbarkeit, die „Terroristen“ schützt und nicht sie selber…
- Das Schicksal Amerikas war erledigt, als die Öffentlichkeit und die Antikriegsbewegung die 9/11 Verschwörungstheorie der Regierung abkaufte. Die Darstellung der Regierung über 9/11 wird durch viele Beweise widersprochen. Dennoch, dieses definierende Ereignis unserer Zeit, welches grenzenlose Angriffskriege und einen heimischen Polizeistaat ausgelöst hat, ist ein Tabu für eine Untersuchung durch die Medien…
- Die Kriege, deren Kosten in die Billionen gehen, haben Finanzierungs-probleme für Washingtons Defizite verursacht (wie seinerzeit der Vietnamkrieg) und bedrohen die Rolle des US-Dollars als Weltreservewährung…
- Mit einer Arbeitslosenquote von 21 Prozent, wenn nach der Methode von 1980 gemessen,
- mit nach China und Indien ausgelagerten amerikanischen Arbeitsplätzen, BIP und Technologien,
- mit Krieg als Washingtons grösste Verpflichtung,
- mit dem Dollar, der durch Schulden überlastet ist,
- mit Freiheitsrechten, die für den „Krieg gegen den Terror“ geopfert werden,
wurde die Freiheit und der Wohlstand der amerikanischen Bevölkerung in den Mülleimer der Geschichte geschmissen. Der Militarismus der USA und Israels und die Gier der Wall Street und der Konzerne, werden jetzt ihren Lauf nehmen. Da die Feder zensiert wird und dessen Macht erloschen ist, melde ich mich ab.“
Libyen: Stellvertreterkrieg zwischen USA und China? - "Wedomosti ...
8. Juni 2011
Im US-Kongress mehren sich die Zweifel an dem offiziellen Grund für den Libyen-Einsatz, schreibt die Zeitung "Wedomosti" am Mittwoch. Ein Sprecher des Weißen Hauses warf den Gegnern der Operation „Odyssey Dawn“ eine „unkonstruktive Haltung“ vor…
- Der Krieg in Nordafrika sei nicht gegen Libyen, sondern gegen China gerichtet, stellte der Republikaner Craig Roberts fest, der Vizefinanzminister unter dem früheren Präsidenten Ronald Reagan gewesen war.
- In der Zeitschrift „Foreign Policy Journal“ vermutete er, dass „die Anti-Gaddafi-Proteste anscheinend von der CIA im Osten Libyens organisiert wurden, wo etwa
80 Prozent aller Ölvorräte konzentriert sind und China mit seinen Investitionen im Energiesektor tätig ist.“
Der Gedanke ist nicht abwegig: Nach Angaben des Handelsministeriums in Peking waren im März (Beginn des Libyen-Einsatzes) 75 chinesische Großunternehmen in Libyen mit Verträgen im Gesamtwert von 18 Milliarden Dollar engagiert. Wegen der Kämpfe müssen die Chinesen jetzt mit riesigen Verlusten rechnen.
Gaddafi scheint ein guter Anlass für Washington zu sein, sich mit Peking auseinanderzusetzen, das in den letzten Jahren halb Afrika aufgekauft hat.
1995 hatte sich Chinas Handelsumsatz mit den afrikanischen Ländern auf lediglich sechs Milliarden Dollar belaufen. 2010 übertraf er bereits die Marke von 130 Milliarden Dollar. Nach Einschätzung der südafrikanischen Standard Bank könnten Chinas Direktinvestitionen in Afrika bis 2015 etwa 50 Milliarden Dollar erreichen. Dank Afrika decken die Chinesen bis zu 28 Prozent ihres Ölbedarfs...
Neben den wirtschaftlichen Aktivitäten weitet China auch seinen politischen Einfluss in Afrika aus. Neue Straßen und Schulen werden gebaut; die afrikanischen Regierungen erhalten Kredite, müssen aber Pekings „Spielregeln“ akzeptieren. Washington sind dabei die Hände gebunden. Kennzeichnend dafür war Angolas Verzicht auf einen IWF-Kredit im Jahr 2008, weil es bereits einen günstigeren Kredit von China erhalten hatte. Diesem Beispiel folgten später auch Tschad, Nigeria, Sudan, Äthiopien und Uganda.
Deshalb will Washington die Entstehung eines „Chinafrikas“ um jeden Preis verhindern, selbst unter dem Vorwand, Gaddafi zu entmachten.“
Gegen Krieg, Ausbeutung und Unterdrückung
26. Febr. 2011
Von Paul Craig Roberts
„Die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika kann nicht genug bekommen vom Krieg… Während das Pentagon darüber nachdenkt, wie es sichin die libysche Revolte hineinmischen kann, entwickelt der Befehlshaber der Streitkräfte der Vereinigten Staaten von Amerika im Pazifik neue Schlachtpläne, die darauf abzielen, China in dessen eigenem Territorium anzugehen. Viersterneadmiral Robert F. Willard denkt, dass die USA in der Lage sein sollten, China in dessen eigenen Küstengewässer anzugreifen .
Der Admiral denkt, dass ein Weg, das zu erreichen, die Aufstockung seiner Kampfkräfte mit Seesoldaten der USA ist, so dass die USA die chinesischen Kräfte von umstrittenen Inseln im östlichen und südlichen Chinesischen Meer vertreiben können. Es sind nicht die USA , die einen Anspruch auf diese Inseln erheben, aber wenn es irgendwo eine Chance auf einen Krieg gibt, will der Admiral sicher gehen, dass wir mit von der Partie sind…
Indien, so der Admiral, „ist ein natürlicher Partner der USA “ und „ist von entscheidender Bedeutung für Amerikas Strategie im 21. Jahrhundert, ein Gegengewicht zu China aufzubauen.“ … Wenn der Plan nach Wunsch verläuft, werden wir ein Indien in der NATO haben, das uns hilft, Pakistan zu besetzen und China mit der Möglichkeit eines Zwei-Fronten-Kriegs zu konfrontieren.“
erschienen am 26. Februar 2011 auf > www.antiwar.com
PressTV - US risks war with China and Russia
26 Apr 2011
presstv.ir
Am 26.04.2011 hat der iranische Fernsehsender PressTV ein Interview mit Dr. Paul Craig Roberts, dem ehemaligen Staatsekretär im Finanzministerium Ronald Reagan, geführt.
Press TV:
Wie beurteilen Sie diese militärische Intervention ( in Lybien ) im Vergleich zu den Vorgängen in Bahrain?
Dr. Paul Craig Roberts:
Die USA haben kein Interesse daran, die Regierungen in Bahrain oder in Saudi Arabien zu stürzen, obwohl beide Regierungen mit Gewalt gegen Demonstranten vorgehen. Sie sind unsere Marionetten und wir unterhalten in Bahrain einen großen Marinestützpunkt.
- Wir sind an einem Sturz von Gaddafi und Assad in Syrien interessiert, weil wir Russland und China aus der Mittelmeerregion vertreiben wollen. China hat im Osten Libyens enorme Investitionen im Energie-sektor getätigt, ebenso wie in Angola oder Nigeria, um seinen Energiebedarf zu decken.
- Wir erleben die amerikanischen Anstrengungen, China diese Ressourcen streitig zu machen, ähnlich wie es Washington und London in den 1930er Jahren gegenüber Japan getan haben…
Press TV:
Wollen Sie sagen, dass es bei den Angriffen gegen Libyen um Öl geht?
Dr. Paul Craig Roberts:
- Es ist nicht nur das Öl. Es ist vielmehr das Eindringen von China in Afrika, zur Sicherstellung der Versorgung seines Energiebedarfs. Vielleicht kennen sie den Bericht des Internationalen Währungsfonds (IWF), der besagt, dass das "Amerikanische Zeitalter" vorüber ist. Die amerikanische Wirtschaft wird bereits in fünf Jahren von China überholt werden. Damit werden sich die USA von der größten zur zweitgrößten Wirtschaftsmacht entwickeln.
- Eines der von Washington verfolgten Ziele besteht also darin, die militärischen und strategischen Fähigkeiten der USA zu nutzen, um den Erwerb von Ressourcen durch China zu blockieren und so die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft zu verlangsamen. Das ist der Hauptgrund dafür, dass die CIA in Libyen aktiv wurde, dass der Aufstand im Osten und nicht, wie in den anderem arabischen Ländern, in der Hauptstadt ausbrach und dass es ein bewaffneter Aufstand ist.
Press TV:
Denken Sie, dass Libyens diplomatische Isolation der Hauptgrund für die militärische Intervention gewesen ist?
Dr. Paul Craig Roberts:
-
Ich halte das nicht für den hauptsächlichen Grund. Dieser lag vielmehr in der Verdrängung Chinas aus Libyen und das erleben wir ja aktuell. Von den ursprünglich 30.000 Chinesen in Libyen wurden bereits 29.000 evakuiert.
- Zweitens ist die militärische Intervention die Quittung für Gaddafis Weigerung, der US Africa Command beizutreten. Diese ist seit 2008 als militärische Reaktion auf das Eindringen Chinas in Afrika aktiv und Gaddafi hat seine Teilnahme mit der Begründung abgelehnt, dass es sich hierbei um einen imperialistischen Akt handeln würde, der das Ziel verfolgt einen ganzen Kontinent zu kaufen.
- Ein dritter Grund besteht in der Tatsache, dass Gaddafi in Libyen einen wichtigen Teil der Mittelmeerküste kontrolliert, ebenso wie Syrien. Ich denke, dass diese beiden Länder der amerikanischen Führungsrolle in der Mittelmeerregion im Wege stehen und natürlich wollen die USA dort weder eine starke russische Flotte noch die Beanspruchung von Energieressourcen durch China. Die Revolten in Tunesien und Ägypten erfolgten für die USA noch unerwartet. Man hat hier aber schnell verstanden, dass man die Aufstände in der arabischen Welt nutzen kann, um Russland und China aus der Region zu vertreiben. Die USA wollten keine direkte Konfrontation. Also haben sie die Proteste selber mitentwickelt…
Press TV:
Wollen Sie damit sagen, dass die USA China wirtschaftlich aushebeln und die Investitionen durch amerikanische Firmen übernehmen wollen?
Dr. Paul Craig Roberts:
Ja, das ist richtig… Was die USA also tatsächlich tun ist der Aufbau einer Gegnerschaft zu zwei großen Ländern:
- China hat eine leistungsfähigere Wirtschaft als die USA, nicht zuletzt, weil die Menschen dort Arbeit haben.
- Russland verfügt über ein unbegrenztes Arsenal an Atomwaffen.
Wir haben damit begonnen, sehr starke Länder auf sehr waghalsige Weise unter Druck zu setzen. Unser Verhalten ist leichtsinnig und gefährlich.
Sobald Russland und China zu dem Schluss gelangen, dass man die Amerikaner nicht mit rationalen Mitteln in den Griff bekommen kann, ist der Weg für alle Arten von Eskalationen geöffnet, mit denen die USA bezwungen werden können. Hier liegt die tatsächliche Gefahr:
Wir riskieren einen großen Krieg.“
PressTV - 'US to recoup Libya oil from China'
16 Apr 2011
presstv.ir
Press TV:
In den USA und einigen anderen Ländern wurde ein beträchtlicher Teil von Gaddafis Vermögen eingefroren. Wir wissen auch, dass die libyschen Revolutionäre eine Zentralbank eingerichtet und mit Hilfe von Firmen aus den USA und anderen Ländern eine begrenzte Ölproduktion aufgenommen haben. Das hat es bei einer noch nicht einmal erfolgreich abgeschlossenen Revolution bisher nie gegeben. Finden Sie das nicht auch seltsam?
Dr. Paul Craig Roberts:
Ja, das ist schon seltsam und sehr bezeichnend. Diese Fakten sind eine Bestätigung für die Berichte, dass die CIA hinter dieser so genannten Revolte steckt und die Proteste nicht nur angefacht hat, sondern auch dafür sorgt, dass China keinen Nutzen aus seinen Investitionen in Libyen ziehen kann.
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Nach meiner Meinung sind diese Vorgänge vergleichbar mit den Maßnahmen, mit denen die USA und Großbritannien in den 1930er Jahren Japan unter Druck gesetzt haben, als sie es von der Versorgung mit Öl, Naturkautschuk und Mineralien abgeschnitten haben; das war der Beginn des Zweiten Weltkriegs im Pazifik. Und jetzt machen die US-Amerikaner und die Briten mit China dasselbe.
- Der Unterschied besteht nur darin, dass China Atomwaffen und eine stärkere Wirtschaft als die USA hat. Deshalb gehen die US-Amerikaner ein sehr hohes Risiko ein - nicht nur für sich selbst, sondern auch für die übrige Welt…
Press TV:
Wer bestimmt, wie es weitergeht? Die NATO-Staaten scheinen sich nicht einig zu sein; Großbritannien und Frankreich wollen die Luftangriffe offensichtlich verstärken, während die USA das wohl nicht für notwendig halten.
Dr. Paul Craig Roberts:
In Wirklichkeit gibt es keine Meinungsverschiedenheiten. Sie sind nur gespielt und Teil der Propaganda. Gaddafi ist seit 40 Jahren an der Macht; wie Gamal Abdel Nasser, der vor Anwar Sadat in Ägypten herrschte, wollte er sein Land nur in die Unabhängigkeit führen. Gaddafi wurde (von den USA) bisher nicht als brutaler Diktator gesehen, der gestürzt werden muss. Vor Obama hat kein anderer US-Präsident Gaddafis Ablösung gefordert. Noch nicht einmal Ronald Reagan hat das getan, obwohl er nach dem Anschlag auf die Diskothek La Belle in Berlin, Tripolis bombardieren ließ. Nun soll Gaddafi plötzlich gehen. Warum wohl?
- Weil Gaddafi dem U.S. AFRICOM im Weg ist,
- einen wichtigen Teil der Mittelmeer-Küste kontrolliert und
- Chinas künftigen Energiebedarf (teilweise) decken will.
Washington versucht seinen Hauptrivalen China zu lähmen, indem es seine Energieversorgung behindert. (Bei der Intervention) in Libyen geht es in Wirklichkeit nur darum; es handelt sich eine Reaktion der USA auf das Vordringen Chinas in Afrika.“
Verteidigungsminister Robert Gates: „Die Nato hat eine trübe ...
10. Juni 2011
FAZ net
„Der scheidende amerikanische Verteidigungsminister Gates hat sich mit pessimistischen Äußerungen über die Zukunft der Nato und offener Kritik an den Europäern von der politischen Bühne verabschiedet. In Brüssel sagte Gates am Freitag, die Allianz sehe einer „trüben und düsteren Zukunft“ entgegen, wenn die Europäer nicht mehr täten.
Früher habe er davon gesprochen, dass die Nato Gefahr laufe, in zwei Teile zu zerfallen - Verbündete, die sich auf
- „weiche“, humanitäre Friedens- und Entwicklungsmissionen spezialisierten und solche, die
- „harte“ Kampfeinsätze übernähmen. „Das ist nicht mehr eine hypothetische Sorge. Heute ist das Realität, und das ist inakzeptabel.“
Gates beklagte, dass sich in Afghanistan gezeigt habe, dass die Nato trotz zwei Millionen nichtamerikanischer Soldaten Probleme habe, 25.000 bis 45.000 Mann in den Einsatz zu schicken und sie nicht über die nötige Ausrüstung verfüge, von Hubschraubern bis zu Aufklärungsmitteln.
Im Fall Libyens hätten zwar alle Verbündeten für den Einsatz gestimmt, aber weniger als die Hälfte beteilige sich und weniger als ein Drittel sei bereit, an den Luftschlägen mitzuwirken.
Das liege nicht nur an mangelndem politischem Willen, sondern auch daran, dass vielen Alliierten die Ausrüstung fehle. Gates wies darauf hin, dass Amerika während des Kalten Krieges 50 Prozent der Verteidigungsausgaben in der Nato getragen habe; heute seien es 75 Prozent.
Angesichts der schwierigen Haushaltslage werde der Kongress und die gesamte politische Klasse in Amerika immer weniger bereit sein, Geld für Länder auszugeben, die keinen Willen zeigten, die nötigen Ausgaben zu tätigen, sagte er unter Verweis auf die schrumpfenden Verteidigungsetats in Europa.“
Gut so!
Chinas grenzenloses Streben nach Macht
Von Philip Stephens
„… Wer früher nach China kam, dem erzählten die Chinesen meist, sie hätten ihre Lektion aus der Geschichte gelernt:
Das Aufeinandertreffen zwischen aufstrebenden und bestehenden Supermächten führte viel zu oft zu Kriegen, Chinas "friedlicher Aufstieg" sollte daher das Unheil vermeiden.
Außenpolitiker in Peking schienen mehr über Kaiser Wilhelm II. und seine Politik zu wissen als die meisten Europäer. Doch diese Lektionen… wurden ersetzt durch die wiederholte Äußerung, dass die Vorherrschaft der Amerikaner zu Ende geht; dass die Welt künftig aus mehreren regionalen Mächten besteht; und dass Chinas strategische Interessen in dem Maße gewachsen sind wie seine Wirtschaftskraft - und diese müsse es beschützen, etwa durch den Bau einer großen Flotte….
Fast jedes Gespräch mit chinesischen Politikern beginnt mit Innenpolitik:
die Förderung des Wirtschaftswachstums und der Schutz der sozialen und politischen Ordnung. Die Außenpolitik ist nur dazu da, diese innenpolitischen Interessen zu verfolgen. China will weltweit den Zugang zu Öl und anderen Rohstoffen vor allem deshalb erlangen, um die eigene Wirtschaft am Laufen zu halten…
Es wäre ein Fehler zu glauben, die Chinesen hätten ein festgelegtes Weltbild. In der Führung wird heftig diskutiert, wie das Land mit dem Westen und speziell den USA umgehen soll. Wie in Washington gibt es auch in Peking die Tauben und die Falken, Diplomaten und Hardliner…. Ein Offizieller berichtete von Klassenkameraden, die die Amerikaner für den ewigen Rivalen halten. Andere argumentierten, China und USA hätten doch viele gemeinsame Interessen… Es gibt durchaus Anzeichen, dass Peking womöglich wieder einen Schritt zurück macht…
Vor gut zwei Jahrhunderten hatte US-Präsident James Monroe den Machtanspruch für die westliche Welt formuliert - warum, so fragen viele in Peking, sollte das China nicht auch für die östliche Welt tun dürfen? Solch Gedankengut hat allerdings viele der chinesischen Nachbarn enger an die USA rücken lassen. Und mit Indien hat Washington eine strategische Partnerschaft vereinbart.
Das sei doch nur ein Versuch, China einzudämmen, protestiert Peking. Ich glaube, Washington will China damit vor allem demontrieren, dass sich die USA auch noch die nächsten Jahrzehnte in Asien tummeln werden.
Die Gefahr, dass diese Rechnung nicht aufgeht, ist allerdings ziemlich offensichtlich. Andererseits, ein friedlicher Aufstieg ist nunmal nicht berechenbar.
Peking und Washigton üben Dialog
Berliner Umschau
Von Dmitri Kossyrew
14.01.2010
Vor einem Jahr hatte China jegliche Militärkontakte mit den USA auf Eis gelegt, weil Washington einen bereits 2008 geschlossenen Waffenliefervertrag (für 6,4 Milliarden Dollar) mit Taiwan in die Tat umsetzen wollte… Die Annäherung zwischen der Insel und dem Festland, vor allem im Wirtschaftsbereich, macht unter dem heutigen taiwanesischen Präsidenten Ma Ying-jeou Fortschritte. Die für Taiwan vorgesehenen amerikanischen MGM140-Raketen (Reichweite 300 Kilometer) können die chinesische Küste an der Taiwanstraße (Entfernung 170 Kilometer) erreichen…
Die propagandistischen Behauptungen, Pekings Rüstungsausgaben würden gewaltig wachsen, können außer Acht gelassen werden –
- die USA sind und bleiben die einsame Weltspitze bei den Rüstungsausgaben...
Zu einem Problem sind für die USA die chinesischen ballistischen Antischiffsraketen geworden, auch bekannt als "Flugzeugträger-Killer"… Zusätzlich ließ Peking wenige Tage vor der Ankunft Gates’ Informationen über neue erfolgreiche Tests des chinesischen Kampfjets fünfter Generation absichtlich durchsickern. Diese Maschine gilt auch als "Flugzeugträger-Killer". Auffällig ist aber Pekings Antwort. Alles ist ganz einfach:
- Wir haben keine Flugzeugträger, die ihr habt. Jedenfalls hinken die chinesischen Waffensysteme den amerikanischen eine Generation hinterher. Es handelt sich aber nicht einmal um die Technologien, sondern um die Stationierung der Offensivkräfte. In den letzten Monaten fragte Peking übrigens immer wieder:
- Wozu braucht es in Ostasien gleich drei amerikanische Flugzeugträger? Washingtons Antwort, dass die gegen Nordkorea gerichtet wären (auch Gates behauptete das in Peking), überzeugte die Chinesen nicht…
Denn die USA haben endlich begriffen, dass sie mit China verhandeln lernen müssen. In letzter Zeit (seitdem die US-Schiffe im Gelben Meer stationiert sind) gab es zwischen Washington und Peking Kommunikationsprobleme. Zumal es offensichtlich war, dass die jüngste Korea-Krise nicht von Pjöngjang, sondern von Seoul provoziert wurde. Die USA unterstützten lediglich ihren Verbündeten und bemühten sich zugleich um eine Intensivierung der Kontakte in der Dreier-Achse "Washington-Seoul-Tokio". Das ist keine Lappalie und nicht der von US-Außenministerin Hillary Clinton einst angekündigte
- Kampf um die Freiheit des chinesischen Internets (das war noch vor Assange und seinen WikiLeaks-Enthüllungen - jetzt sagt Clinton kein Wort mehr über die Internet-Freiheit). Jetzt handelt es sich nicht um das Internet, sondern um mit
- Atomwaffen bestückte Flugzeugträger, die in der Nähe der chinesischen Küste unterwegs sind.
china-in-strategischer-rivalität -mit-den-usa ?
China rüstet sich zur Weltmacht | FTD.de
Von Martin Kölling, Tokio, Sabine Muscat Washington, Claudia Wanner, Hongkong und Georg Fahrion
„ China hat in den vergangenen Monaten große Fortschritte in der Waffenentwicklung gemacht. Die neuen Technologien haben das Potenzial, die Machtbalance in Ostasien empfindlich zu stören… In mehreren Ländern Asiens hat das wachsende Gefühl einer Bedrohung durch China bereits zu neuen Schwerpunkten in der Verteidigungspolitik geführt.
Am deutlichsten wird das in Japan, dem wichtigsten Alliierten der USA in Asien… Seit Jahren schon baut Japan die Schlagkraft seiner Marine aus, indem es Hubschrauberträger und weitere mit hochmodernen Aegis-Kampf- und Radarsystemen ausgerüstete Zerstörer anschafft. Das Land besitzt bereits sechs dieser Systeme, die Raketen und Flugzeuge auf mehrere Hundert Kilometer Entfernung orten und Gegenangriffe leiten können. Zudem vertiefen die USA und Japan die Integration ihrer Streitkräfte. Erst im Dezember 2010 führten sie das größte Seemanöver aller Zeiten durch. Durch Vereinbarungen mit Australien oder auch Indien versucht Japan zudem, die Länder miteinander zu vernetzen, die sich von China bedroht fühlen. Mit Südkorea einigte sich Japan am Montag auf eine engere militärische Zusammenarbeit. Experten sehen darin die mögliche Keimzelle einer multilateralen Allianz, die Washington, Tokio und Seoul verbinden würde… Südkorea wirft mit 650.000 Soldaten die weltweit sechstgrößte Armee sowie zwei weitere Aegis-Zerstörer in die Waagschale… 2010 hat Taiwan Waffen in den USA für 6,4 Mrd. Dollar gekauft.“
Bremen im Januar 2007
Entscheidend wird sein, ob diese Entwicklung friedlich verläuft.
Es scheint, als würden in einer Zeit der weltweiten Realität der kapitalistischen Produktionsweise die globalen Ungleichgewichte ökonomischen Gesetzen folgend zu einer Lösung drängen, die vorwiegend den Völkern der Schwellen- und Entwicklungsländer zu Gute kommt, während gleichzeitig darüber spekuliert werden kann, ob sich die USA längerfristig auf der Verliererseite der vor allem von ihnen betriebenen Version einer neoliberalen Globalisierung wieder finden werden.
Entscheidend allerdings wird sein, ob diese Entwicklung friedlich verläuft, denn niemand kann voraus sehen, wie ein verwundetes Tier reagiert, auch wenn es vielleicht nur ein „Papiertiger“ ist. Die ökonomische und auch die politische Handlungsfähigkeit der USA leiden schon heute und ihre Abhängigkeit von den wachsenden Volkswirtschaften der „Dritten Welt“ vergrößert sich von Jahr zu Jahr.
China gibt sich betont friedlich.
Bremen im Januar 2007
Außer der zeitlich eng befristeten Strafaktion gegen Vietnam hat es seit über 50 Jahren keine Kriege geführt. Heute bewegt sich die chinesische Diplomatie wie auf Samtpfoten. Aus grundsätzlichen Erwägungen heraus hält China seit Jahrzehnten am „Prinzip der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten“ eines Landes fest. Für die chinesische Außenpolitik ist es keine Option, Regimewechsel wie im Irak notfalls auch militärisch zu erzwingen oder sein Verständnis von „Freiheit, Demokratie und Menschenrechten“ zu exportieren. Wegen seines Energieabkommens mit der Regierung im Sudan bekommt es deshalb den Vorwurf der USA zu hören, es unterstütze menschenverachtende Regimes aus niederen ökonomischen Beweggründen. China nimmt diese Anklagen zur Kenntnis und verweist auf das Prinzip der Nichteinmischung. Seine Wirtschaft ist aus lebenswichtigen Gründen auf Rohstoffe und Energie angewiesen. Wichtige politische Kreise in der USA betrachten China heute schon als „strategischen Rivalen“. Schon immer haben sie versucht, China mit einer Politik der Eindämmung und militärischen Einkreisung klein zu halten:
--- In Südkorea steht bis heute ein atombewaffnetes Kontingent amerikanischer Truppen als Ergebnis der Teilung Koreas in Nord- und Südkorea nach dem Koreakrieg vor über 50 Jahre, als die USA und China auf koreanischen Boden gegeneinander Krieg geführt haben. Bis heute wurde noch kein Friedensvertrag unterschrieben.
--- Nordkorea, dessen Territorium an China grenzt, steht auf der Liste der US-ameri kanischen „Achse des Bösen“ ganz oben, ebenso wie Iran, mit dem China milliardenschwere, langfristige Energieabkommen abgeschlossen hat. Nahe der Grenze zu China stehen in
--- Afghanistan amerikanische Truppen im Kampf gegen den „ internationalen Terrorismus “, ebenso wie in
--- Kasachstan, das mit China eine gemeinsame Grenze hat und es bald über eine Pipeline direkt mit Erdgas versorgen wird. Der Konfliktherd
--- Taiwan wird von den USA auf niedriger Flamme gehalten. Vielleicht wird die seit jeher zu China gehörende Insel, die auch heute wieder wirtschaftlich sehr eng mit dem chinesischen Festland verbunden ist, von den USA in Zukunft noch einmal als willkommener Streitapfel oder auch als Faustpfand benötigt.
--- In Japan sind auf Okinava tausende US-Truppen stationiert.
Überall da, wo China gemeinsame Interessen mit seinen Nachbarn und mit vielen andern Ländern entwickeln und ausbauen möchte, waren die USA schon vorher da und schieben für ihre Präsenz gelegentlich Gründe vor, wie „Terroristenbekämpfung“ oder „Verhinderung der Weiterver breitung von Massenvernichtungswaffen“ oder auch den „Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen“. Den ganzen Erdball haben sie mit einem Netz von Militärstützpunkten und Unternehmensnieder lassungen überzogen. Die Vereinigten Staaten lassen China oft keine andere Wahl, als immer da nachzusetzen, wo die amerikanische Position geschwächt ist oder, wo gar ein Vakuum entstanden ist, wie etwa in Afrika - dem „vergessenen Kontinent“.
Vor etwa hundert Jahren betraten die aufstrebenden Wirtschaftsmächte Deutschland im europäischen Raum und Japan in Ostasien mit Macht die weltpolitische Bühne und forderten ihre Geltung gegenüber den herrschenden Mächten ein. Schon damals waren die USA eine beherrschende Weltmacht, die mit Großbritannien zusammen, neben anderen Staaten wie Russland und Frankreich, bereits ihre Einflusssphären abgesteckt hatte.
Eine solche Situation birgt immer Gefahren für den Weltfrieden.“
Bremen im Januar 2007
Die weiche politische Landung
" In der letzten Zeit scheint sich multilateral in der G7, in der OECD und im IWF eine Art Konsens herauszubilden über die dringend notwendigen Korrekturen zur Reduzierung dieser Ungleichgewichte. Die globalen Widersprüche treten am krassesten zu Tage im Verhältnis zwischen der weltweit kapitalkräftigsten US-Volkswirtschaft, die seit Jahren über ihre Verhältnisse lebt und ihren Konsum mit dem Sparkapital anderer Länder finanziert und dem bevölkerungsreichsten Land der Erde, das zunächst ein Heer von billigen Arbeitskräften zur Verfügung gestellt hat und jetzt mit zunehmendem Wohlstand auch einen finanzstarken und wachsenden Binnenmarkt zur Verfügung hat, der 1300 Millionen Verbraucher umfaßt.
Ein Konsens über den richtigen Weg einer Korrektur der Ungleichgewichte scheint sich unter den Führungseliten in den Industriestaaten, in den Schwellenländer und in multilateralen Organisation wie dem IWF anzubahnen. Möglich wird diese multilaterale Meinungsbildung, weil innere Gesetze der Ökonomie diesen Weg vorzeichnen.
Die Weltwirtschaft ist so sehr ineinander verflochten und die Abhängigkeiten der Länder sind so groß, daß niemand ein Interesse daran haben kann, wenn das ganze System in sich zusammenstürzt, denn – wie es aussieht – wird es in der jetzigen Situation keine Gewinner geben.
Zur Disposition steht die Frage, ob eine Entflechtung der globalen Abhängigkeiten mit Abschottung und Protektionismus die Lösung bringt oder ob die weiche politische Landung der multilaterale Versuch sein kann, den überschäumenden „freien Markt“ gemeinsam und kooperativ zu regulieren und im Weltfinanz- und Wirtschaftssystem Symmetrie, Ordnung und Harmonie zu schaffen, die seit der Aufkündigung von Bretton-Woods vor über 30 Jahren verloren gegangen ist."
Bremen im Januar 2007
„Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit“
Im Zentrum von Asien scheint sich ein neues strategisches Bündnis zu formieren. Eine Allianz Moskau - Peking - Neu Delhi ist im Entstehen, ohne daß übermäßig Notiz davon genommen wird. Das Bündnis zielt darauf ab, die derzeitige unipolare Weltordnung, die von den USA seit dem 11.Septmber 2001 vertreten wird, durch eine multipolare zu ersetzen. Einmal jährlich findet seit über fünf Jahren ein Gipfeltreffen statt der Mitgliedstaaten der so genannten „Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit“ (SOC), zu denen die Atommächte und Mitglieder des UN-Sicherheitsrats Rußland und China sowie die vier zentralasiatischen Staaten Kasachstan, Usbekistan, Kirgistan und Tadschikistan gehören.
Das Bündnis erstreckt sich von der Ostgrenze Europas bis zum Pazifik an der ostchinesischen Küste. Beobachterstatus haben die Atommächte Indien und Pakistan ebenso wie die Mongolei und der Iran, dem von den USA das Streben nach Atomwaffen unterstellt wird und der ein Glied in der Reihe der von der US-Regierung so genannten „Schurkenstaaten“ ist. Wenn man nach den Bevölkerungszahlen geht, umfaßt allein die Schanghaier Organisation die halbe Menschheit. In ihr sind vier Atommächte versammelt. 1994 trafen sich zum ersten Mal die „Shanghaier Fünf“.
Bremen im Januar 2007
Gilt die „Bush-Dokrin“?
„ Der Gipfel der Blockfreienbewegung findet statt, nachdem im März 2006 die vier Grundprinzipien der „Bush-Doktrin“ in einer leicht überarbeiteten Fassung der Nationalen Sicherheitsstrategie (NSS) bekräftigt wurden:
der „präemptive“ Militärschlag gegen mögliche heraufziehende Gefahren, die sich noch gar nicht manifestiert haben, insbesondere gegen jene, die von Massenvernichtungswaffen in den Händen von zu definierenden Terroristen ausgehen,
der Ausbau militärischer Übermacht gegenüber jedem denkbaren, möglichen Konkurrenten,
unilaterales, notfalls militärisches Vorgehen, auch im Alleingang auf der Grundlage militärischer Stärke, wenn von internationalen Organisationen und multilateralen Bündnissen keine Unterstützung zu erwarten ist und schließlich
die weltweite Verbreitung von „Freiheit“, „Demokratie“ und „Sicherheit“, notfalls auch mit Feuer und Schwert in Form von erzwungenen Regimewechsel.
Die „Bush-Doktrin“ wird eingerahmt von einer weiteren Steigerung der US-Militärausgaben, die von 420 Mrd. US-Dollar im Jahre 2006 auf fast 500 Milliarden Dollar bis zum Jahr 2009 angehoben werden sollen. Das Militärbudget Chinas mit einer Bevölkerung von 1,3 Mrd. Menschen fällt dagegen eher bescheiden aus. Es wird offiziell für das Jahr 2004 auf 35 Mrd. Dollar beziffert, von den USA aber doppelt so hoch eingeschätzt. Mit 48 Prozent entfallen fast die Hälfte der weltweiten Militärausgaben auf die USA.
Während die USA immer weniger zivile Güter im eigenen Land produzieren, bezieht das Pentagon Militärausrüstung zu 98 Prozent von einheimischen Lieferanten und Waffenschmieden wie Lockheed Martin, Boeing, Northrop Grumman, General Dynamics und United Technologies. Im militärischen Bereich sind die USA einzigartig und völlig autark.“
Bremen im Januar 2007
Beispiellos überdehnter US-Militärapparat
Spätestens nach den verheerenden Anschlägen vom 11. September 2001 auf das World-Trade-Center und das Pentagon drohte die US-amerikanische Wirtschaft und mit ihr die Weltwirtschaft in eine Rezession abzugleiten. Als letzte Rettungsmaßnahme haben die Notenbanken, allen voran die amerikanische Zentralbank, die Leitzinsen auf ein Rekordtief gesenkt. Kredite gab es zum Nulltarif, gewissermaßen geschenkt. Die US-Banken zeigten sich immer großzügiger und legten immer weniger Wert auf die Kreditwürdigkeit der Verbraucher und auf die Sicherheit ihrer Kredite. Die Geschäfte wurden immer riskanter und die Kreditlinien in vielen Bereichen immer aufgeblähter.
Das Vertrauen in die Finanzkraft der US-Wirtschaft scheint in den Köpfen vieler Amerikaner unerschütterlich und spiegelt so im Konsumverhalten der US-Bürger die Überheblichkeit der Bush-Regierung zu Beginn ihrer Amtszeit auf der politischen Weltbühne wider. Im Hintergrund scheint die Amerikaner ihr beispiellos überdehnter Militärapparat zu beeindrucken, den sie sich eigentlich gar nicht leisten sollten. Weit und breit ist nach dem Zusammenbruch des Ostblocks kein ernstzunehmender Gegner zu sehen. Die Terroristen hocken in den Bergen vielleicht an der afghanisch-pakistanischen Grenze oder kämpfen im Irak ebenso unsichtbar mit der geheiligten Waffe des Selbstmordattentats gegen die „gottlosen Kreuzfahrer aus Amerika“. Dennoch leisten sich die USA einen riesigen, ineffektiven Militärapparat.
Das hochgerüstete US-Militär ist eigentlich überflüssig, da ihm ein ebenbürtiger, mächtiger Gegner fehlt, den es mit seinen Hightech-Waffen effektiv bekämpfen könnte. Im Irak zeigt sich immer deutlicher, dass es nicht sehr effektiv ist in seinem Krieg gegen einen „Internationalen Terrorismus“, der nirgends ist und gleichzeitig doch überall lauert.
Das Geheimnis des deutschen Erfolges
Von Antje Höning
28.10.2010
„Deutschland hat so rasch wie kein anderes Land die Krise überwunden. Das liegt am Arbeitsmarkt und der Exportwirtschaft, die vom chinesischen Boom profitiert… Im vergangenen Jahr war die deutsche Wirtschaft um dramatische fünf Prozent geschrumpft, 1,4 Millionen Beschäftigte waren in Kurzarbeit. Nun ist das Land wieder da: Das Sozialprodukt wird in diesem Jahr um 3,5 Prozent zulegen, die Zahl der Arbeitslosen fällt auf 2,9 Millionen…
Weil viele Unternehmen in China aktiv sind, können sie auch besonders vom dortigen Boom profitieren. Das gilt vor allem für die Maschinen- und Autobauer. Jede zehnte Maschine, die deutsche Unternehmen exportieren, geht nach China. Aber auch in anderen asiatischen Ländern wie Indien machen die Unternehmen gute Geschäfte. Die Folge: Die Ausfuhren nach Asien, die 14 Prozent der gesamten deutschen Exporte ausmachen, legten um ein Fünftel zu. Zum Vergleich: Die Ausfuhren in die USA, in die zehn Prozent der deutschen Exporte gehen, liegen noch immer unter dem Vor-Krisen-Niveau…
Die deutschen Unternehmen haben nicht nur auf die richtigen Märkte und Produkte gesetzt. Sie können ihre Waren inzwischen auch zu günstigen Preisen anbieten. Denn die Gewerkschaften haben Zurückhaltung geübt. In den beiden vergangenen Jahren legten die Bruttolöhne nur um zwei Prozent zu. Da die Mitarbeiter zugleich produktiver wurden und in gleicher Zeit mehr herstellten, bleiben die Lohnstückkosten konstant. In anderen Ländern stiegen die Lohnstückkosten dagegen. Damit hat sich die Position der deutschen Unternehmen insgesamt verbessert. In diesem Jahr kam hilfreich dazu, dass der Euro fiel und Waren "made in Germany" in Asien oder den USA noch billiger wurden…“
Also sprach Liu Xiaobo:
„Der Verfall des gegenwärtigen Systems hat einen Punkt erreicht, an dem es keine andere Möglichkeit mehr gibt als einen grundlegenden Wandel"
"Der Nobelpreis ermutigt die Chinesen, sich zu engagieren.“
Financial Times Deutschland
von Max Borowski 10.12.10
„Der Friedensnobelpreis für Liu Xiaobo hilft den Regimegegnern in China, sagt sein Biograf Bei Ling… "Der Kampf ist härter geworden", sagt Bei Ling über die Unterdrückung chinesischer Dissidenten durch die Regierung. Seit dem 8. Oktober habe die kommunistische Führung den Druck erhöht, erzählt Bei… An dem Tag gab das Nobelkomitee in Oslo bekannt, dass der inhaftierte Schriftsteller und Regimekritiker Liu Xiaobo den Friedensnobelpreis bekommen soll… WOFÜR?
"Fast alle europäischen Länder wollen bei der Zeremonie dabei sein", so Bei…Der 54-jährige Liu Xiaobo repräsentiere wie kein zweiter die chinesische Demokratiebewegung, sagt Bei… Als Intellektueller hat er
Ideen aus Europa nach China gebracht, etwa von Vaclav Havel… Einfach sei die Arbeit mit Liu allerdings nie gewiesen, gibt Bei zu: „
Liu sei immer bedingungslos proamerikanisch gewesen.
"Er hat den Irakkrieg unterstützt - ich war völlig dagegen.
Er unterstützte George W. Bush, ich war gegen ihn", erzählt Bei. Umstritten waren auch Lius Vorstellungen über die Arbeit des Pen-Zentrums in China, das Bei gegründet hatte. Liu führte das Zentrun von 2003 bis zu seiner Verhaftung vor zwei Jahren…
"Die USA finanzierten das Zentrum zu 90 Prozent", sagt Bei. Diese Abhängigkeit gefalle ihm nicht…“
Die Preisträger sollen „den besten oder größten Einsatz für Brüderlichkeit zwischen Staaten, für die Abschaffung oder Abrüstung von stehenden Heeren sowie für die Organisation und Förderung von Friedenskonferenzen“ gezeigt haben. Mit dem Friedensnobelpreis wird seit 1960 auch der Einsatz für Menschenrechte und seit 2004 der für Umwelt geehrt.
Speech given by The Chairman of the Norwegian Nobel Committee
Thorbjørn Jagland (Oslo, December 10, 2010)
“… There are scarcely any examples in world history of a great power achieving such rapid growth over such a long period of time as China. Since 1978, year by year, decade after decade, the country's growth rate has stood at 10 percent or more… The USA 's national product is still three times greater than China 's, but while China is continuing its advance, the USA is in serious difficulties.
Economic success has lifted several hundred million Chinese out of poverty. For the reduction in the number of poor people in the world, China must be given the main credit. We can to a certain degree say that China with its 1.3 billion people is carrying mankind's fate on its shoulders…
Historical experience gives us reason to believe that continuing rapid economic growth presupposes opportunities for free research, thinking and debate. And moreover: without freedom of expression, corruption, the abuse of power, and misrule will develop. Every power system must be counterbalanced by popularly elected control, free media, and the right of individual citizens to criticise…”
China attackiert USA wegen Friedensnobelpreis
Im Streit über die Vergabe des Friedensnobelpreises an den inhaftierten chinesischen Bürgerrechtler Liu Xiaobo hat China die USA scharf kritisiert. Der Generalstabschef der Volksbefreiungsarmee, Chen Bingde, warf Washington…vor, über die norwegische Regierung Druck auf das Nobelpreiskomitee in Oslo ausgeübt zu haben.
«Wenn ein Mann gegen die US-Regierung ist, dann wird er als Terrorist definiert. Wenn jemand gegen die chinesische Regierung ist, dann ist er ein Preisträger», sagte Chen…Den westlichen Medien warf er einseitige Berichterstattung über China vor.
«Einige Medien berichten nur über die Schattenseiten von China.»
Chen warnte auch vor zu hohen Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung Chinas. Derzeit bestehe keine Möglichkeit, die USA als stärkste Wirtschaftsmacht der Welt abzulösen, sagte er.
«Wir werden noch sehr lange Zeit Entwicklungsland bleiben.»
Geir Lundestad - die geheime Macht„… darf derweil die Anfeindungen der chinesischen Staatsmacht durchaus persönlich nehmen. Denn Liu Xiaobo ist vor allem seine Wahl… Zwar besitzt Lundestad als Direktor des Nobel-Instituts tatsächlich kein Stimmrecht, als Sekretär des Komitees wohnt er aber allen seinen Sitzungen bei. Er sichtet die große Zahl der Nominierungen und gibt dann eine Auswahl an das Komitee weiter. Mit eigenen Ansichten zu den einzelnen Kandidaten spart er dabei nicht. Empfehlungen verleiht er mit Nachdruck. Auch bei Liu Xiaobo, an dessen Wahl es nach dessen Inhaftierung durch die chinesische Staatsmacht 2008 seiner Meinung nach kaum mehr ein Vorbeikommen gab. Lundestad soll auch die treibende Kraft hinter der Kür von US-Präsident Barack Obama im vergangenen Jahr gewesen sein… Meist schweift sein Blick auf der Suche nach geeigneten Kandidaten über Europa hinweg. Nur vier Preisträger vom alten Kontinent hat es gegeben, seit Lundestad 1990 Chef des Nobel-Instituts wurde.“